Ausgangspunkt: Git als Control Layer
In GitOps-Umgebungen entscheidet das Git-Repository über den Zielzustand – Deployments, Policies, Dashboards. Wir erweitern diesen Ansatz um Observability und SLO-Definitionen: Alles, was überwacht werden soll, liegt neben dem Applikationscode.
Designprinzipien
- SLO-as-Code – Jede Service-Gruppe pflegt SLOs (Availability, Latency, Error Budget) als YAML. Argo Rollouts und Prometheus Operator lesen die Definitionen automatisch ein.
- Telemetry Bundles – Templates provisionieren OTel-Collector, Logs (Loki), Traces (Tempo) und Metrics (Prometheus) gemeinsam mit den Services.
- Runbook-Automation – Incident-Runbooks triggern CLI- oder Workflow-Actions (n8n, Argo Events) und erstellen Post-Mortems automatisch.
Operatives Setup
- Dashboards on Merge: Sobald ein PR gemerged wird, erzeugt ein Pipeline-Step die zugehörigen Grafana-Dashboards inklusive Annotationen für Releases.
- Alert Routing: Policy-as-Code definiert, welche Alerts ein Team erhält, inklusive Escalation Matrix und Ruhezeiten.
- Feedback Loops: Error-Budget-Verbrauch steuert die Deployment-Frequenz. Wird das Budget unterschritten, bremst eine GitOps-Policy neue Releases automatisch.
Messbare Ergebnisse
- -40 % Incident MTTR dank standardisierter Observability-Pipelines
- +25 % SLO-Compliance, weil Teams Budgets in Echtzeit sehen
- Dokumentierte Learnings fließen direkt in die Evidence-Reports und stehen Security/Compliance zur Verfügung
Was das für Teams bedeutet
SLOs werden zum gemeinsamen KPI zwischen Dev und Ops. Statt reaktiver Monitoring-Konfiguration existiert eine versionierte Grundlage, die Rollbacks, Chaos-Tests und Audits vereinfacht. GitOps liefert die Governance, Observability liefert die Fakten – gemeinsam entsteht eine Plattform, die planbar liefert.